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Die Zeit des Barock

Die Klöster Benediktbeuern und Tegernsee waren gute Adressen, damals, zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Deshalb war es auch kein Wunder, dass Hans Georg Asam nach Freising berufen wurde, um in der fürstbischöflichen Stadt künstlerische Akzente zu setzen. Und das tat er auch. Vor allem im ehemaligen Lyzeum, dessen Aula er mit einem Deckengemälde schmückte. Heute dient der "Asamsaal" als Theater und ist der schönste Veranstaltungsort nicht nur der Stadt Freising. Auch für die Maximilianskapelle in der Verlängerung der Domkrypta hat "Vater" Asam die Deckengemälde geschaffen.

Im Jahr 1724 allerdings ist eine neue Generation zum Zug gekommen. Die beiden berühmten Söhne von Hans Georg, die bei ihrem Vater das Handwerk gelernt haben, Egid Quirin und Cosmas Damian, hatten den Auftrag erhalten, dem Dom zur bevorstehenden Tausendjahr-Feier ein festlich-barockes Kleid anzumessen. Sie erledigten den Auftrag mit ihrer ganzen genialen Schaffenskraft als Künstler. Ihre Arbeit gilt als eine der großartigsten Umgestaltungen mittelalterlicher Kirchenbauten des gesamten Jahrhunderts. Das Kircheninnere sprüht geradezu vor den künstlerischen Einfällen. Die Freskenzyklen des fürstbischöflichen Hofmalers Cosmas Damian werden von den Stuckteppichen und den ornamentalen und gegenständlichen Formen des Hofstuckators Egid Quirin Asam zur Geltung gebracht, unterstützt und zu einem neuen Gesamtkunstwerk verschmolzen. Ein Jubelwerk, wie es selten eines gibt im Barockland Bayern. Das man unbedingt gesehen haben sollte.

Für alle, die Kunst und Kultur schätzen, ist Freising ein Ziel allerersten Ranges. Denn neben der Familie Asam sieht man hier Werke aller großen Künstler ihrer Zeit: Erasmus Grasser, Johann Baptist Zimmermann oder Peter Paul Rubens, um nur einige zu nennen, haben sich auf dem Domberg die Klinke in die Hand gegeben und an der Ausgestaltung von Dom, Fürstbischöflicher Residenz und anderer Prunkbauten mitgearbeitet. Das Diözesanmuseum gehört heute zu den bedeutendsten kirchlichen Museen Deutschlands.
Und wer darüber hinaus auch moderne Kunst schätzt oder sich mit ihr auseinander setzen will, der sollte den Weihenstephaner Berg erklimmen. Denn der Campus der Technischen Universität ist bestückt mit bedeutenden Werken zeitgenössischer Künstler wie Fritz König oder Alf Lechner. Brückenschlag der Kunst über die Jahrhunderte, der Freising in Bayern zu einer ganz besonderen Sehenswürdigkeit macht.

Dem tragen auch die Stadtführungen Rechnung. Klassische Führungen durch die Stadt, auf dem Domberg und im Dom, in Weihenstephan und Ariport-Führungen werden ebenso angeboten wie Spezialführungen, z. B. durch die berühmten Weihenstephaner Gärten, das Wissenschaftszentrum oder in die älteste Brauerei der Welt, ein Weißwurst-Seminar oder ein Spaziergang auf den Spuren Papst Benedikt XVI. und viele andere mehr. Informationen unter 08161/54-44 111


Weimarer Republik und Nationalsozialismus

Das Münchner Umland blickt auf wechselvolle jüngere Geschichte zurück. Weimarer Republik und Räte-Zeit prägen die Region, ebenso die Entwicklung der sog. Künstlerkolonien, ein europaweites Phänomen.

Ganz besonders aber hinterlässt die Zeit des Nationalsozialismus ihre Spuren. Bereits 1933 wird das Konzentrationslager Dachau im Münchener Nord-Westen errichtet. Bis 1945 werden mehr als 200.000 Häftlinge registriert. An die über 40.000 Toten erinnert heute die KZ-Gedenkstätte.

Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg steht im Zeichen des Wiederaufbaus und des Wirtschaftswunders. Aufwändig sanierte Altstädte und historische Gebäude laden heute zum Besuch.

Hier können Sie die Geschichte selbst entdecken und erleben:

Gehen Sie auf Entdeckungsreise in den zahlreichen
Museen im Münchner Umland

oder

Besuchen Sie die eindrucksvollen
Klöster & Schlösser im Münchner Umland


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